Auch die zukünftigen Schulkinder dieses Jahrgangs, die Waldkinder-Gruppe des Kindergartens Hüsiborn, in der die Kinder aus den Orten Hüttblek, Sievershütten und Stuvenborn vereint sind, besuchten, wie der Jahrgang vorher, mit ihren Erzieherinnen Andrea Pfennig und Anke Wessel die Sievershüttener Jäger.
Nach einem Fußmarsch in Doppelreihe wurde die Gruppe vom Jagdpächter Gerhard Wrage auf dessen Hof im Hasenhörn begrüßt. Dann ging es noch ein kleines Stück weiter in die Feldmark, wo bereits die Jäger Marc Nürnberg mit Jagdhund Balu und Volker Schmidt die Gruppe erwarteten. Aus dem Jagdhorn erklang dazu das Signal „Begrüßung“ und dann konnten die „Jungjäger“ zunächst auf einem vorbereiteten Strohballenrund Platz nehmen und etwas verschnaufen. Sozusagen als Vorgriff auf den Unterricht in der Grundschule am Wald gab es nun eine Lehrstunde zum Wirken des Jägers in und zum Wohle der Natur. Zunächst fragte Gerhard Wrage, wer denn Tiere kennt, die in der heimischen Wildbahn vorkommen. Da wurden dann schon sehr viele genannt
Den Unterschied zwischen Reh und Dam- bzw. Rothirsch erläuterten die Jäger anhand von Trophäen, stellten die Waidmannssprache und das jagdliche Brauchtum vor, und gingen auf die Notwendigkeit der Jagd auf unser Schalenwild wegen der fehlenden großen Beutegreifer, wie Wolf und Bär, ein.
Nach dem Signal „Zum Essen“ stärkten sich alle erst einmal bei einem gemeinsamen gesunden Frühstück, zu dem auch die Jäger freundlich eingeladen wurden. Anschließend ging es dann auf einen vorbereiteten Pirschpfad auf dem Bekassine und Fuchs, dann wieder eine Reiherente oder auch der Steinmarder (alle als Präparate) in Anblick kamen. Zu jeder Wildart gab es Erklärungen zu deren Biologie. Alle Fragen wurden geduldig beantwortet.
Wie bestellt flüchtete plötzlich eine Ricke nur wenige Meter an den Kindern vorbei auf das angrenzende Feld und ein Schoof von an die einhundert Stockenten umkreiste die Gruppe auf der Suche nach einem ruhigen Platz zum Wassern. Ein Kuckuck ließ dazu seinen unverkennbaren Ruf ertönen und das hochsommerliche Wetter rundete die positiven Eindrücke ab.
Während des Pirschganges hatte Balu bereits seine Apportierfreude gezeigt, indem er die Abwurftange eines Damhirsches brachte.
Zum Abschluss erläuterte der Hundeführer wie so ein Jagdhund ausgebildet wird und demonstrierte das Ergebnis indem er Dummys verteilte und Balu durch Zeichen und Pfiff vorgab, in welcher Reihenfolge er diese bringen und seinem Führer zuverlässig auf Kommando ausgeben sollte.
Viel zu schnell war die Zeit bei den Jägern vorbei und man musste sich eilig auf den Heimweg machen, damit Vati oder Mutti im Kindergarten nicht warten mussten.
Die Sievershütter Jäger wünschen einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt undfreuen sich auf ein Wiedersehen mit den Erzieherinnen und auf die Waldkinder-Gruppe 2009!
(Volker Schmidt - Presseobmann für den Hegering VIII)






