Der passionierte und erfahrene Niederwildjäger Tim beschenkte sich am Vorabend von Heiligabend mit einem ganz besonderen Jagderfolg: Er konnte seinen ersten Damhirsch erlegen – und das mit einem Hegeabschuss. Seit Wochen wurde das Stück gemeinsam mit anderen Hirschen mehrfach im Revier Henstedt gesichtet. Zahlreiche Ansitze blieben zunächst erfolglos, doch am 23. Dezember bot sich endlich die lang ersehnte Gelegenheit. Besonders bemerkenswert war die Konstitution des Hirsches: Er war auf einem Licht blind und wies eine Geweihanomalie auf: an beiden Seiten des Geweihs fehlten die Mittelsprossen.
Bei der genaueren Inaugenscheinnahme des erlegten Hirsches zeigte sich zudem, dass das Tier an zwei Läufen schwere Verletzungen aufwies, die seine Fortbewegung vermutlich stark beeinträchtigten. Mit einem Gewicht von nur 55 Kilogramm war der Hirsch auch im Wildbret nicht sonderlich stark. Dies bestätigte, dass die Erlegung nicht nur jagdlich, sondern auch waidgerecht eine sinnvolle Entscheidung war. Der Damwild Hegering schätzt den Hirsch auf den 8. Kopf.
Der Jagderfolg wurde im Rahmen eines ausgelassenen Hirschfestes gebührend gefeiert. Jagdfreunde aus dem eigenen sowie benachbarten Revieren kamen zusammen, um auf die erfolgreiche Jagd anzustoßen und das besondere Stück zu würdigen. "Ein denkwürdiger Moment für Tim, der mit diesem reifen Damhirsch nicht nur sein erstes Stück Damwild, sondern auch eine nachhaltige, waidgerechte Entscheidung für das Wild und das Revier getroffen hat", meinen seine Mitjäger. Autoren: Jan Wrage & Malte Witowski (Dezember 2024)