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aus den Revieren 1. November 2021
Henstedter Jäger feiern 100 Jahre Jagdverein

Auf ein Jahrhundert blicken die Mitglieder des Jagdvereins Henstedt in Henstedt-Ulzburg zurück. Im Jahr 1921 gründete sich die Gemeinschaft der Henstedter Jäger, die heute auf fast 1.700 Hektar jagt. Angesichts der Corona-Pandemie verzichteten die elf Pächter und Begehungsscheininhaber auf ein großes Fest in 2021. "Das soll in 2022 nachgeholt werden", verspricht Jäger Thomas Geist. Der Termin werde rechtzeitig bekannt gegeben.

Am 16. Juni 1921 wurde der Jagdverein Henstedt von Wilhelm Lentfer, Julius Kabel, Ernst Steenbock, Hermann Biehl, Johannes Hamdorf, Christian Studt, Gustav Ahrens, Ernst Lohse, Emil Wrage, Albert Wriggers und Willi Kabel gegründet. In den ersten Jahren wurden jährlich drei Rehböcke aber keine Ricken gestreckt. Die Hasenstrecke belief sich auf 126 Stück auf den damals 1.040 Hektar. An Fasanenhähne kamen in den Anfangsjahren zwischen 19 und 135 Stück im Jahr zur Strecke. Auch Rebhühner waren im Revier Henstedt heimisch. Geschossen wurden im Jahr 1934 sogar 345 Stück - ein Rekord. Der Birkwildbestand betrug 1930 etwa 100 Stück. "Weil nach Kriegsende sehr stark Torf abgegraben und die Birkhühner dadurch in der Brut- und Aufzucht zu sehr gestört wurden, verschwand das Birkwild bis 1958 ganz", heißt es in der Chronik zum 70-jährigen Bestehen des Jagdvereins Henstedt.

Henstedter Jäger 2Auf der 1961 von Otto Schwartinski gestifteten Königskette sind auf den Plaketten die Strecken der Treibjagdkönige verzeichnet. So wurde beispielsweise Helmut Wrage im Jahr 1970 mit 16 Hasen, zwei Kaninchen und zwei Fasane bester Schütze der Treibjagd. Nach etlichen Jahren Pause wurde nun wieder eine Klapperjagd geplant.

Heute steht die Jagd auf Schalenwild im Zentrum der waidmännischen Arbeit. Rehwild und Schwarzwild - vereinzelnd Damwild - kommen im Revier Henstedt vor und zur Strecke. Das Revier habe sich im Laufe der 100 Jahre stark verändert, sagen Thomas Geist und seine Jagdfreunde. Die stetig zugenommende Bebauung, die Einrichtung zweier Naturschutzgebiete (Oberalsterniederung und Henstedter Moor) und der damit zusammenhängende Besucherverkehr im Revier haben die Jagd beeinflusst. Dennoch beteiligen die Henstedter Jäger sich gerne an Raubwildwoche und Entenjagd, sitzen auf Ricken an und suchen zur Mahd Rehkitze zu Fuß oder per Drohne.

Besonders gut sei das Verhältnis zu den Landwirten, betonen die Henstedter Jäger. Die Bauern würden Bescheid sagen, wenn sie ihre Wiesen mähen wollen und melden sich, wenn Schwarzwild gesichtet wurde.

Autorin: Nicole Scholmann (November 2021)

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