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Jugend 1. Juni 2023
 Kinder besuchten die Jäger in Sievershütten

Die künftigen Erstklässler aus den Orten Hüttblek, Sievershütten und Stuvenborn besuchten mit ihren Erzieherinnen Andrea Pfennig und Katja Bendler die Sievershütter Jäger. Bevor es im kommenden Schuljahr in die Grundschule am Wald geht, erlebten die „Wackelzähne“ des Kindergartens Hüsiborn eine Unterrichtseinheit im Freien.

Nach einem Fußmarsch wurde die Gruppe von dem Jagdpächter Gerhard Wrage auf dem Hof am Hasenhörn begrüßt. Nach kurzer Fahrt mit dem Traktor gelangten alle gespannt am Treffpunkt an, wo bereits Marc Nürnberg mit seinen Jagdhunden Bosse und Arri und Volker Schmidt mit seinem Jagdhorn auf die aufgeregte Gruppe warteten. Aus Strohballen wurde im Halbrund mit vereinten Kräften das „grüne Klassenzimmer“ so zusammengestellt, dass alle freien Blick auf die Vortragenden und das bereitgestellte Material aus dem Infomobil der Kreisjägerschaft Segeberg hatten.

Volker Schmidst erklärte anhand praktischer Beispiele, wozu das Jagdhorn früher in erster Linie diente. Marc Nürnberg fragte zunächst einmal, wer denn Tiere kennt, die in der heimischen Wildbahn ihre Fährten und Spuren ziehen. Er ging auch auf die „Jägersprache“ ein. So wunderte sich sicher manches Kind, dass die Ohren mal Lauscher, mal Gehöre oder auch Löffel genannt werden, oder von Gehörnen, Geweihen oder Schaufeln die Rede ist und er selbst auf einer Wildschweinschwarte saß, während neben ihm die Bälge von Fuchs, Waschbär und Steinmarder lagen.

Bosse, ein Flatcoated Retriever, zeigte, was so ein ausgebildeter Jagdhund alles drauf hat. Die von seinem Führer mitgebrachten und vor den Augen der Kinder verteilten Dummys suchte und brachte Bosse ebenso zuverlässig, wie er den Anweisungen seines Führers auf Handzeichen folgte. Der Rauhhaardackel Arri, so erläuterte Marc Nürnberg den Kindern, komme besonders bei der Baujagd zum Einsatz und sei am Apportieren nicht sonderlich interessiert, aber bei Fuß gehen und Sitz, sowie Platz machen, konnte Arri auch.

Bei dem herrlichen Wetter war es an der Zeit eine Trink- und Essenspause einzulegen. Dazu erklang aus dem Jagdhorn das Signal zum Essen und anschließend durfte ausgiebig auf der vor kurzem gemähten Wiese getobt werden. Mit dem Fernglas konnten die Kinder, sich um 360 Grad in der Mitte der Wiese drehend, Fuchs, Waschbär, Otter, Hase, Kaninchen, Bussard, Fasan und Grünspecht, allesamt Präparate aus dem Infomobil, in Anblick bekommen. Dazu gesellten sich lebende Enten und Gänse auf dem hinteren Teil der Wiese.Plötzlich war helle Aufregung unter den Wasservögeln bei den nahe gelegenen Stuvenborner Klärteichen festzustellen. Als Ursache konnte ein Seeadler ausgemacht werden, dessen weißer Stoß in der strahlenden Sonne aufblitze, während ein Kolkrabe „schimpfend“ abstrich.. Mit diesem abschließenden Eindruck ging der Feiluftunterricht zu Ende.

Autor: Volker Schmidt, Presseobmann für den Hegering VIII (Juni 2023)

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