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Jagd 1. Januar 2024
Rätselhafter Damhirsch im Revier Hüttblek

Ende Januar 2024 befand sich Marco Thies im GJB Hüttblek mit seinem Kleinen Münsterländer Leo auf einer Revierrunde. Plötzlich sprang sein Hund in ein Brombeerdickicht und packte dort einen todkranken Damhirsch an der Drossel. Der Hirsch machte einen bemitleidenswerten Eindruck, schlegelte nur noch und die eingefallenen Lichter ließen auf eine schon längere Leidenszeit schließen. Marco Thies fing den Hirsch mit der blanken Waffe ab. Jetzt sah er, dass die linke Schaufel mit dem entsprechenden Teil der Decke herausgebrochen und auch in der Nähe nicht aufzufinden war. Marco Thies verständigte den Reviernachbarn, gleichzeitig Vorsitzender des Damwildhegebezirks Kisdorferwohld, Jasper Müller, an dessen Grenze sich das Drama zugetragen hatte und bat ihn ihm bei der Bergung und Beurteilung des Sachverhalts behilflich zu sein.

Da er noch etwas auf die Hilfe warten musste, ging der Hüttbleker Jäger durch die Brombeeren zu seinem Fahrzeug und fand auf dem Weg dorthin, etwa 15 Meter vom Fundort des Hirsches entfernt, ein Geweih, ebenfalls mit herausgebrochenem Schädelknochen. Als Jasper Müller nun hinzu kam und das aufgefundene Geweih sah, vermutete er sofort, dass dieses zu dem ihm von diversen Wildkameraaufnahmen bekannten Damhirsch gehörte, den man nun gemeinsam barg. Das zu glauben fiel zunächst einmal schwer, musste dieses Geweih doch in einem der Vorjahre/dem Vorjahr herausgebrochen sein und zwar so, dass die Rosenstöcke trotz dieser Verletzung im darauf folgenden Jahr wieder ein Geweih schieben konnten.

Nach dem Abkochen des Damhirschschädels mit der fehlenden Schaufel war erkennbar, dass der Schädel zwischen den Rosenstöcken eine zweite knöcherne Schicht mit einem kleinen Zwischenraum ausgebildet hatte. Die Bruchkanten des aufgefundenen vollständigen Geweihs schienen an einigen Stellen perfekt zu denen des Hirsches mit der fehlenden linken Schaufel zu passen, so dass die Theorie, dass alles zusammen gehört, zwar unglaublich, aber dennoch nicht unwahrscheinlich erscheint. Autor: Volker Schmidt. Presseobmann Hegering VIII

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